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Auch bei der CORE Collection von VOLGGER Studio geht es um Identitätsfindung. Es geht um das Aufbrechen von Modeklischees, um Genderissues, um Kommunikation. Die zwei Schwestern Jasmin und Regina Volgger legen außerdem größten Wert auf zeitlose Entwürfe aus nachhaltiger Produktion. Besucherinnen und Besucher werden beim Take dazu aufgefordert, hinter die Fassade der gesellschaftlich festgelegten Stereotype zu blicken. Dazu haben uns die beiden ein par Fragen beantwortet.
Ihr thematisiert in eurer Arbeit das Thema Gender, indem ihr die CORE Collection für alle Geschlechter kreiert habt, und bringt so quasi das Konzept der Boyfriend Jeans auf ein neues Level. Sollten auch mehr Männer zur Kleidung ihrer Partner/Partnerinnen greifen?
Die CORE Collection bricht mit den klassischen und konventionellen gesellschaftlichen Geschlechterrollen und ist für jeden gedacht und gemacht, egal welchen Geschlechts, Orientierung, Alters, Herkunft oder Aussehens. Jeder kann alles tragen. Wir wollen damit weg von den stereotypischen Kollektionsdesigns, wie etwa Rosa für Frauen, Blau für Männer. Für beide Geschlechter gibt es ein Design aber zwei Passformen.
Ebenso finden sich sogenannte equal Teile in unserer Kollektion, wie die Strickwaren, die nur einen Schnitt haben. Uns geht es darum, dass ein Partnerlook möglich wäre, generell lädt die Kollektion dazu ein, Kleidungsstücke zu tauschen und so individuell damit zu experimentieren.
Eure CORE Collection ist für das ganze (Mode-)Jahr gedacht. Welchen Hintergedanken hat diese Entscheidung?
Wir wollen unsere Kundinnen und Kunden weg von der Fast Fashion und hin zu einem neuen Bewusstsein von Kleidung als langlebige und zeitlose Lieberhaberstücke bewegen.
Ihr seid gemeinsam aufgewachsen. Wie hat der Kleidungsstil eurer Eltern euer Modeverständnis beeinflusst und habt ihr eure Kleidung getauscht?
Schon früher haben wir den Kleiderschrank unserer Eltern durchforstet und deren Kleidung getragen, sei es eine Jeans von Papa abgeschnitten oder ein Hemd zur Bluse umfunktioniert. Je älter wir wurden, desto mehr haben wir auch im Kleiderschrank des anderen gestöbert. Jetzt ist es so, dass man manchmal schon aufpassen muss, ob nach dem Besuch der Schwester nicht im eigenen Kleiderschrank etwas abhanden gekommen ist.